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Das Dekubitus-Forum hat in den Jahren 2009 bis 2011 zwei Online-Umfragen durchgeführt und die Kernaussagen zusammengefasst.
Kernaussage 1 - Vorsorge ist besser als Therapie!
Laut einer Erhebung des Dekubitus-Forums wird die Dekubitusprophylaxe trotz rechtlich eindeutiger Grundlage noch nicht in ausreichendem Maße durchgeführt.
Lediglich Patienten, die in der Lage sind, sich selbst darum zu kümmern, machen von dieser Möglichkeit Gebrauch.
Keine Eigeninitiative -> Keine Leistung
Kernaussage 2 - Selbst ist der Mensch!
Selbstbestimmtes und frühzeitiges Handeln sind für eine prophylaktische und therapeutische Dekubitusversorgung von großer Wichtigkeit. Die Berücksichtigung dieser Tatsache erzeugt bei den Patienten einen hohen Grad an Zufriedenheit und wirkt sich positiv auf die wahrgenommene Lebensqualität und den Gesundheitszustand aus.
Kernaussage 3 - Hilf dir selbst!
Bei der Versorgung mit Hilfsmitteln aus dem Dekubitussektor zeichnen sich deutlich zwei unterschiedliche Arten der Versorgung ab: die selbstbestimmte und fremdbestimmte Versorgung.
Nur der aktive und selbstbestimmte Patient ist in der Lage, dass die persönlichen Bedürfnisse und die Art der erbrachten Kassenleistung eine größtmögliche Übereinstimmung aufweisen und so eine zufriedenstellende Versorgung stattfindet.
Kernaussage 4 - Drum prüfe, wer sich (ewig) bindet!
Gerade durch die hohen Anforderungen im Bereich der Sitzkissen ist der Bedarf an qualifizierter und intensiver Beratung sehr groß. Besonders wichtig ist das eigene taktile Erlebnis mit dem Produkt, um eine maximale Effizienz zu gewährleisten.
Kernaussage 5 - Wer sich nicht wehrt, sitzt verkehrt!
Von den Kassen erteilte Ablehnungen sollten in erster Instanz generell nicht akzeptiert werden. Die Umfrage zeigt deutlich, dass ein Einspruch in den meisten Fällen zum Erfolg führt.
Kernaussage 6 - Auch ein Mehr an Versorgung ist möglich!
Der Erstattungsanspruch des Versicherten durch die gesetzliche Krankenkasse beschränkt sich auf das Maß des medizinisch Notwendigen. Es ist jedoch zu beobachten, dass Patienten immer öfter höhere Selbstkosten tolerieren, um ihre persönlichen Bedürfnisse und medizinischen Indikationen ohne bürokratischen Aufwand optimal verbinden zu können.