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Patienten/Angehörige
Dekubitusprophylaxe und -therapie
Druckgeschwüre (bzw. Dekubitus) zählen zu den chronischen Wunden. Bis 30 % der Pflegebedürftigen zeigen ein Dekubitusrisiko. Hierzu zählt jeder, der durch Krankheit oder Behinderung vollständig oder teilweise in seiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist und vorwiegend sitzt oder liegt. Dies trifft insbesondere auf behinderte und ältere Menschen zu.
Die Entstehung eines Dekubitus beeinträchtigt deutlich den allgemeinen Zustand des Patienten. Ein einmal entstandener Dekubitus kann über die lokale Infektion hinaus rasch zu systemischen Infektionen wie Knochenabszessen, Lungenentzündungen oder Sepsis führen. Druckgeschwüre sind weiter mit vielen Schmerzen und Beeinträchtigung der Lebensqualität verbunden.
Druckgeschwüre sind meistens nicht unabwendbar. Die Vermeidung von Dekubitusentstehung durch Prophylaxe- sowie Behandlungsmaßnahmen setzt ein frühzeitiges Dekubitusmanagement durch die Einbindung von Ärzten, Pflegekräften, Angehörigen und den zeitnahen, fach- und sachgerechten Hilfmitteleinsatz voraus. Die korrekte Auswahl der Hilfsmittelversorgung ergibt sich nicht allein aus der Diagnose. Dabei müssen auch die immer individuell ausgeprägten Fähigkeitsstörungen berücksichtigt werden. Der individuelle Bedarf kann mit den Fachhändler über den Erhebungsbogen für die Versorgung mit Antidekubitus-Hilfsmitteln erfasst werden.
Die benötigten Hilfsmittel bei Dekubitus sind zu Lasten der GKV verordnungs- und erstattungsfähig.
Versorgung mit Hilfsmitteln zur Dekubitusprophylaxe oder
-therapie
BVMed-Informationsflyer für Betroffene und Angehörige, Dezember 2010
Erstattung von Hilfsmitteln gegen Dekubitus (Druckgeschwür)
BVMed-Infokarte, Februar 2011
Die Verordnung von Hilfsmitteln - Rechte, Pflichten und Informationen für Beteiligte (Arzt/Krankenkasse/ Leistungserbringer) im Überblick
BVMed-Infoblatt, Februar 2009
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