Dekubitusprophylaxe und -therapie

Für die Pflegenden bedeutet das Vorhandensein eines Dekubitus in ihrem direkten Aufgabenbereich häufig immer noch ein Manko. Wird doch scheinbar die Qualität ihrer Arbeit u. a. am Nichtvorhandensein eines Dekubitus gemessen. Angesicht vieler Faktoren wie Personalknappheit, der Ausschreibungspraxis der Kostenträger bei der Versorgung mit Hilfsmitteln und damit der fehlenden Möglichkeiten einer konsequenten Durchführung der Dekubituspropylaxe und -therapie sollten sich die Pflegenden von dieser Selbstkritik lösen. Denn nicht der niedrigste Preis eines Hilfsmittels, sondern eine individuelle und an die Bedürfnisse des Betroffenen angepasste Versorgung sind wesentliche Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Arbeit.

Notwendigkeit und Wirklichkeit gehen weiterhin weit auseinander, obwohl doch der Expertenstandard Dekubituspropylaxe bereits seit dem Jahr 2000 die Rahmenbedingungen für ein zielgerichtetes Dekubitusmanagement eindeutig beschreibt. So sind neben dem fach- und sachgerechten unverzüglichen Hilfsmitteleinsatz, eine gezielte Einschätzung des Risikos, eine effektive Gestaltung bewegungsfördernder Lagerung, ein gezieltes Wundmanagement, die richtige Ernährung, sowie die regelmäßige Überprüfung des gesamten Managements wesentliche Anforderungen an die pflegerische Arbeit.

Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP)/Hochschule Osnabrück:

Expertenstandard Dekubitusprophylaxe in der Pflege - 1. Aktualisierung (Dezember 2010)

Erhebungsbögen:

Erhebungsbogen Antidekubitus-Hilfsmittel (Liegehilfen)
BVMed, Juli 2009/aktualisiert Juni 2017

Erhebungsbogen Antidekubitus-Hilfsmittel (Sitzhilfen)
BVMed, Juli 2009/aktualisiert Juni 2017

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